Geführte Baumvelotour siehe hier

Baumvelotour rund um Amriswil

Die von Heini Giezendanner konzipierte Velotour führt uns rund um Amriswil nicht nur an geschützten Bäumen, sondern auch an wunderschönen Plätzen und Sehenswürdigkeiten vorbei. Die geschützten Bäume sind mit einer B-Nummer bezeichnet, die der Nummerierung im Schutzplan entspricht. Diese Nummern sind verlinkt mit der entsprechenden Baumfotoseite. Den Flyer und die Pläne zur Velotour finden Sie hier. Die Untertitel entsprechen den dort zu findenden Detailplänen.

Vom Bahnhof Amriswil über Niederaach bis nach Rüti

Die Tour startet auf der hinteren Seite des Bahnhofes bei Pt. 1 und führt uns auf der Nordstrasse, vorbei beim Pt. 2 an den Platanen und der Lindenhalballe (B47) zur Sommeristrasse. Die Linden sind durch den Bau der Mehrfamilienhäuser leider gefährdet. Wir fahren nach rechts und zweigen dann ab Richtung Niederaach. Direkt vor dem ersten Bauernhof biegen wir links in die Weiherhofstrasse ein. Nach kurzer Zeit sehen wir bereits aus der Ferne die Birkenallee (B13) beim Pt. 3. Dieser Strasse folgen wir bis Niederaach. Die Hochstamm-Obstgärten, die un bis vor Oberaach häufig anzutreffen sind, stehen ebenfalls unter Schutz oder sind im Richtplan vermerkt.


Wir fahren in westlicher Richtung durchs Dorf und gelangen zum Pt. 4, der sichtbar zurückgestutzen Linde mit Bänkli (B9) die eine besondere Geschichte hat, die sie hier lesen können.

Am Hof Ebnet vorbei kommen wir bei Pt. 5 zu einer geschützten Hochhecke. Selbst beim Vorbeifahren mit dem Velo ist die grosse Vielfalt an Bäumen und Sträuchern erkennbar. Am Ende der Hecke sehen wir bei Pt. 6 die geschützte Birke B4, die in einem Ensemble mit einer Douglasie, einer Föhre und einem Holunder wächst. Wenn wir zurück gehen, sehen wir die Hecke besonders schön von hinten.

 

Auf dem etwas ruppigen Feldweg fahren wir hinauf zum Wanderweg und zweigen links ab. Vor uns sehen wir rechts eine nicht geschützte Birnbaumreihe. Sie ist vor allem zur Blütezeit eine Augenweide. Wir bleiben auf dem Strässchen das nach Rüti hinauf führt und von dort nach links wieder dem Wanderweg folgt.

Von Rüti nach Oberaach

Achtung - im Wald geht es kurz ziemlich steil hinunter und gleich wieder hinauf. Nach dem Wäldchen freuen wir uns im Frühsommer an einer vielfältigen Naturwiese. Vor uns sehen wir beim Reservoir beim Pt. 7 eine Gruppe von Robinien (B1).

Am besten schauen wir uns von hier aus bereits den markanten Nussbaum B2 auf der Westseite der Kreuzlingerstrasse bei Pt. 8 an, bevor wir diese hinunter fahren. Wem die oft stark befahrene Strasse zu gefährlich ist, benützt weiter den Wanderweg und fährt bei der ersten Abzweigung links hinunter Richtung Kirche Oberaach. Oberhalb des Friedhofs kann man dann links zur Strasse fahren, um bei Pt. 9 den mächtigen Nussbaum B3 zu sehen, an dem man auf der Normalroute automatisch vorbei kommt.

Wir fahren jetzt zur Kirche und zum Friedhof Oberaach. Entweder duch die auf dem Plan vorgeschlagene Quartierstrasse "im Gärtli" oder via Feldweg gegenüber Pt. 9. Wir sehen uns als nächstes bei Pt. 10 den vielfältigen Baumbestand  B5 bei der Kirche und im Friedhof Oberaach an. Das Thema Bäume lässt sich auch in der Kirche entdecken.

Via Engishofen nach Biessenhofen, zu den Biessenhofer Weihern und zum Burgstock

Auf dem Feldweg westlich des Friedhofs geht es zur Strasse nach Engishofen hinunter. Im Dorf zweigen wir bei der Brückenwaage (Bushaltestelle Dorfplatz) links ab nach Biessenhofen. Wir fahren über die Aach und unter der Bahnunterführung durch und entdecken links, vor dem Modellflugplatz, weit in der Wiese bei Pt. 11 die sehr harmonisch gewachsene Linde (B25) in der Staariesle. Will man sie aus der Nähe betrachten, kann man nach dem ersten Stall den Feldweg links Richtung Norden benutzen. Er führt genau bis zum Baum. Vorerst fahren wir jedoch weiter Richtung Biessenhofen und kommen schon bald zum Pt. 12 mit dem Nussbaum im Hosenbündel (B26) auf der Westseite der Strasse.

In Biessenhofen steht links, gegenüber dem Floristik- und Geschenkladen Pfefferminz bei Pt. 13, wiederum ein sehr schöner Nussbaum. Er ist im Richtplan aufgeführt. Wir fahren allerdings nicht an ihm vorbei, sondern hinauf zur Hauptstrasse, die wir je nach Verkehrssituation direkt oder auf dem etwas weiter östlich gelegenen Fussgängerstreifen überqueren.

Vorbei am Restaurant Grünau beginnt nun ein sehr schöner, aber auch strenger Teil unserer Route. Wir folgen dem Wanderweg Richtung Biessenhofer Weiher. Dass es ein Wander- und kein Veloweg ist, macht das Fahren zeitweise etwas mühsam. Dafür kann man schon bald einen Blick auf den untersten kleinen Weiher werfen. Ein Stück danach folgt der mittlere Weiher. Es lohnt sich, hier ein paar Schritte auf dem Waldweg nach links zu gehen. Dort erwartet uns ein schöner Blick auf das Wasser. Noch beeindruckender ist dann allerdings der grosse oberste Weiher. Hier werden wir mit einem idyllischen Picknick- und Grillplatz belohnt und können uns nach dem Aufstieg ausruhen. Der Biessenhofer Weiher wurde ca. 1650 künstlich angelegt und ist heute ein Amphibienschutzgebiet von nationaler Bedeutung.

Ein kurzes Stück weit folgen wir dem Wanderweg Richtung Buchackern, bleiben aber auf dem breiten Weg, der bald in einer deutlichen Kurve nach Osten aufwärts verläuft. Bei einer zweiten Kurve, beim Wanderwegzeichen, ist auch der geschnitzte Holzwegweiser zum Burgstock zu finden. Auch hier gibt es einen schönen Picknick- und Grillplatz. Es ist möglich, mit dem Velo die kurze Strecke bis zur Treppe zu fahren. Hier befand sich von etwa 1100 bis 1200 eine mittelalterliche Wehranlage. Bei Grabungen wurden Pfeilspitzen, Keramikscherben und ein Steigbügel aus Eisen gefunden.

Vom Burgstock nach Schocherswil und Räuchlisberg

 Wir fahren nun hinunter zum Waldrand und folgen dem Wanderweg (nicht dem Veloweg). Bevor dieser ganz in den Wald eintaucht, biegen wir beim Bänkli links ab Richtung Osten nach Schocherswil. Nach dem Wald ist beim Pt. 14 schon bald der markante, wegen des Verlustes eines Astes stark asymmetrische Nussbaum B39 beim Reservoir zu sehen.

Von hier begrüsst uns bereits der riesige Mammutbaum, der zusammen mit weiteren im Richtplan verzeichneten Bäumen an der Hauptstrasse 1 in Schocherswil beim Pt. 15 steht. Nun folgen wir auf der Käsereistrasse dem Veloweg 47. Auf der Strasse vorbei an Spitzerüti begegnen uns schöne Hecken und Bäume, die teilweise im Richtplan verzeichnet sind. Wir erreichen jetzt den Mühliweiher und auf der linken Strassenseite die Bergermühle, die 1593 erstellt wurde und bis 1910 in Betrieb war.

Vor den ersten Häusern von Räuchlisberg steht rechts oben beim Pt. 16 "im Winggel" eine grosse Eiche (B107). Will man sie aus der Nähe sehen, kann man nach dem ersten Haus rechts den schmalen Pfad hinauf spazieren. Im Dorf Räuchlisberg sehen wir nach dem Einbiegen in die Dorfstrasse etwas hinter dem Riegelhaus (ehemaliges Restaurant Linde) - was denn sonst - eine Linde. Sie und der imposante Nussbaum nach dem letzten Haus westlich sind im Richtplan verzeichnet (Pt. 17). Dies gilt übrigens auch für die linksseitig etwas zurückgesetzten Hofbäume, eine Linde und ein Nussbaum.

Wir folgen nun bergauf dem Veloweg Richtung Bischofszell. Nach dem Schützenhasu begegnen wir gleich mehreren geschützten Objekten. Sie sind nicht bei den Baumfotos aufgeführt, weil es sich um Objekte mit K-Nummern handelt (Kleingehölze und Hecken), aber Sie sehen sie auf den Fotos unten. Bei Pt. 18 is es K43, eine noch junge Niederhecke, die der Strasse entlang führt. Dahinter ist K44 zu sehen, eine Hochhecke mit Entwässerungsgraben. Und bei Pt. 19 freuen wir uns an der besonders schönen Reihe von Kopfweiden an einem Feuchtgraben (K45).

Von Räuchlisberg nach Hagenwil und zur Egg hinauf

Zügig fahren wir weiter nach Hagenwil. Bevor es steil die Kuppe hinunter geht, geniessen wir den Blick auf das Ensemble mit Schloss und Kirche. Das Wasserschloss wurde 1264 erstmals erwähnt und hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich. Seit etwa 200 Jahren ist es im Besitz der Famie Angehrn. Bei einem Zwischenhalt im Restaurant können wir uns stärken (Dienstagnachmittag und Mittwoch geschlossen). Vorher oder nachher  bewundern wir beim Pt. 20 die wunderschöne Trauerweide B112 am rechten Rand des Wassergrabens.

Nach der Kirche fahren wir links die Hofwiesenstrasse (Veloweg) hinunter. Bei der Hauptstrasse folgen wir ganz kurz dem Veloweg, überqueren dann die Strasse und fahren hinauf Richtung Restaurant Weinberg. Vom Pt. 21 aus sehen wir links in der Wiese unterhalb des Rebberges B101, eine mächtige Linde. Wir fahren bis zum Restaurant Weinberg mit seiner wunderschönen Gartenwirtschaft (Montag/ Dienstag und jeden 3. Sonntag im Monat geschlossen). Hier gibt es bei Pt. 22 eine ganze Reihe geschützter Bäume. Es sind Kastanien und je eine Linde, eine Trauerweide und eine Hainbuche (B100)

Von der Egg zurück zum Bahnhof Amriswil

Gleich nach dem Restaurant zweigen wir rechts ab und fahren die kurvige, steile Egghaldenstrasse hinunter, vorbei am Pt. 23, einer Birkenhalballee (Richtplan) und mit einem einmaligen Blick auf Amriswil. Es lohnt sich, am Ende der Birkenallee anzuhalten und nebst der Aussicht die geschützte Hochhecke östlich  der Strasse zu besundern. Auch die Hochhecke in der Wiese im Westen ist geschützt. Geradeaus hinunter gelangen wir zur Hauptstrasse, überqueren diese und fahren weiter durch die Säntisstrasse Richtung Bahnhof.

Vor dem Kreisel steigen wir am besten kurz ab und werfen links beim Pt. 24 einen Blick in einen alten Park (B72) mit einer Platane, österreichischen Schwarzföhren, einem Nussbaum, Birken und Zierbäumen. Beim Pt. 25, schräg gegenüber, ist an der Romanshornerstrasse ein weiterer Park zu sehen (B71). Er gehört zur Liegenschaft an der Säntisstrasse 21 und enthält eine noch vielfältigere Ansammlung von alten Bäumen wie Linde, Hängebuche, Scheinzypresse, Zierahorn, Kastanie, Ahorn, Eschen und Nussbäume. Gut kann man den Park sehen, wenn man nach dem Kreisel ein Stück in die Säntisblickstrasse hinein fährt.

Beim Pt. 26 steht der letzte geschützte Baum unserer Tour, eine mächtige Linde (B69). Wir sind am Ausgangs- und Zielpunkt angelangt und nehmen hoffentlich viele gute Erfahrungen mit.