Schaffen es die Linden?

An der Nordstrasse stehen die Linden im Westen seit langer Zeit massiv unter Druck: Zuerst wegen der Strassensanierung und jetzt in Folge der Bauarbeiten für die Häuser zwischen Strasse und Bahn.

 

Der Stadtrat hat Anwohnende und Interessierte im März 2013 vor Ort über die Bauarbeiten informiert und einen sorgfältigen Umgang mit der geschützten Halballee versprochen. Falls die Bäume die Eingriffe nicht überleben würden, müssten wieder Linden gepflanzt werden. Die Stadt hatte es früher auch in Betracht gezogen, die Linden vor den Bauarbeiten zu fällen und anschliessend mit weniger gross wachsenden Bäumen zu ersetzen. Im April 2013 erschien in der Thurgauer Zeitung ein Artikel über den von den Anwohnerinnen und Naturschützern geforderten Erhalt der ortsbildprägenden und ökologisch wertvollen Halballee.

 

Mit grosser Sorge verfolge ich als Anwohnerin den Zustand der prächtigen etwa 60jährigen Linden. Mir scheint, sie sähen nach dem Verlust vieler Wurzeln im ehemaligen Wiesen- und Gartenbereich müde aus und der zauberhafte Lindenblütenduft bleibe dieses Jahr mehr oder weniger aus.Was bleibt ist die Hoffnung. Mögen die Linden sich erholen - was bei den Bäumen ganz am westlichen Ende der Nordstrasse glücklicherweise der Fall zu sein scheint - und der Strasse weiterhin ihren speziellen Charakter verleihen!

 

Text: Barbara Bieger

Alles neu im Osten!

Im Februar 2016 informierte uns die Bauverwaltung Amriswil, dass die drei alten Linden an der östlichen Nordstrasse gefällt werden sollten. Die Situation war durch eine spezialisierte Firma beurteilt worden. Die bevorstehende Strassensanierung hätte die teilweise schon geschwächten Bäume wohl weiter geschädigt. Wir erhielten das Angebot zu einer Begehung, was wir auch wahrnahmen. Wir gaben unser Einverständnis mit der Fällung unter der Bedingung, dass wieder Linden gepflanzt würden. Herr Wagner und Herr Persano versprachen uns dies.

 

Anfangs März wurden die Bäume gefällt. Bereits anfangs April wurden die Pflanzgruben für die neuen Bäume vorbereiteitet und bald danach wurden nicht nur an der Nordstrasse junge Linden gepflanzt, sondern auch am Zugangsweg zum Bahnhof. Ganz im Osten gab es zudem eine neue Buche, ein Pendant zu den Hainbuchen auf der gegenüberliegenden Strassenseite. Zwar dauert es viele Jahre, bis hier wieder grosse, schattenspendene Linden gewachsen sind, aber ein guter Anfang ist gemacht. Ein Dankeschön der Bauverwaltung!